Gespräch nach Fraktionsbruch

Versöhnungsgespräch nach Fraktionsbruch im Landtag ist Chance zur demokratischen Reifung der AfD.

Die gegenwärtigen Schwierigkeiten in Hannover erinnern doch stark an ein Ereignis vor wenigen Jahren beim Bundesparteitag. Da ist bei der Wahl zum neuen Bundessprecher der vorherige Amtsinhaber, Bernd Lucke, seiner Herausforderin, Frau Petry, mit 40 % der Stimmen unterlegen. Daraufhin hat er die Partei verlassen. Wenig später hörte ich von Armin Paul Hampeln sinngemäß folgendes:

„Mit 40 % schmeißt man nicht einfach hin. Da zieht man sich in die 2. Reihe zurück und vertritt weiter seine Positionen, und arbeitet auf die nächste Wahl hin.“

Recht hat er!

Das Wahlergebnis des Braunschweiger Landesparteitags legitimiert Jens Kestner dazu, die AfD Niedersachsen zu führen. Das ist gut so!

Es legitimiert aber nicht dazu, seine Gegenkandidatin, Frau Guth, und Ihre Anhänger, die immerhin 46 % der Stimmen bekommen hat, völlig unberücksichtigt zu lassen.

Genauso hat auch Frau Guth die Mehrheitsentscheidung für Jens Kestner zu akzeptieren, und gleichzeitig die Verpflichtung, für die AfD weiterzumachen. Ein „Hinschmeißen“ mit 46 % ist nicht akzeptabel!

Das sehen offenbar alle Beteiligten inzwischen auch so, und haben aus diesem Grund für kommenden Mittwoch ein „Versöhnungsgespräch“ vereinbart.

Für mich ist diese Ankündigung die beste Nachricht von der AfD seit langem!

Sie zeigt, dass innerhalb der AfD ein Reifungsprozess um sich greift und wir danach nicht wie nach dem Weggang von Bernd Lucke geschwächt, sondern im Gegenteil einiger und stärker dastehen können, als vorher.

Ich vertraue und appelliere an das Verantwortungsgefühl aller Beteiligten für das Ganze und drücke die Daumen für einen positiven Ausgang.

Christoph Cless

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