Das wussten sie noch nicht ? ( I )

Unter faulen Äpfeln hat man wenig Wahl

(William Shakespeare)

Liebe Mitbürger.

Nur wenige Wochen sind es noch, bis wir unser Votum zu einzelnen Parteien und Personen abgeben. Danach kommen vier Jahre, in denen die Altparteien wie bisher stets nach eigenem Gutdünken Politik machen.
Unsere Wahlentscheidung interessiert dann die meisten Parteien nicht mehr. Dies gilt es zu verändern!

Erinnern wir uns!

Im September 2005 kündigte Merkel die Erhöhung der Mehrwertsteuer um 2% an. Der Aufschrei der SPD war selten größer. In der Koalition aber setzte diese einstige Arbeiterpartei dann gar eine Erhöhung um drei auf 19% durch !!
Folge: Großes Entsetzen! Wählerbetrug schallt es zwischen Flensburg und Garmisch.

Franz Müntefering (damals SPD-Chef) meinte hierzu: “Es ist unfair, Politiker an ihren Wahlversprechen zu messen“.
Eine seltene Aufrichtigkeit. Fürs Geschichtsbuch geeignet.
Folge: Fassungslosigkeit! Doch der Deutsche Michel nahm`s hin wie so vieles noch danach.

                                               Der Mann hatte nämlich recht!

Nicht das Versprechen für eine ungewisse Zukunft, sondern die in der Vergangenheit geleistete politische Arbeit gilt es zu bewerten.
Nichts anderes hat der SPD-Mann zum Ausdruck gebracht.
Denn die Zukunft hat zu viele Unbekannte, als dass diese mehr als nur ein Orakel sein kann.
Und in der Wahlkabine orakeln, dazu sollten wir uns und unsere Kreuze zu schade sein.

Anders gesagt: Wir Wähler dürfen den Wahlversprechungen nicht glauben!

Da der Mensch sich nicht gern die Mühsal des Studiums von Grundsatzprogrammen und Parteitagsbeschlüssen aufbürdet, greifen Politiker zu gut klingenden aber unrealistischen Wahlversprechungen, die ein Teil der Wählerschaft auch gern glauben und verwirklicht sehen möchte.

Überprüfen kann der Wähler ihren Wahrheitsgehalt aber nicht. Die Hast und Verantwortung unser Tagwerk zur Zufriedenheit für uns und unsere Mitmenschen zu bewältigen, lässt nicht viel Zeit für politische Teilhabe.

Und genau das ist es, was es für Politiker so leicht macht, die Wähler mit Versprechungen zu ködern.
Sie lassen uns glauben, auf etwas vertrauen zu können von dem sie wissen, dass es nie eintreten wird.

Erinnern wir uns!

Seit Jahren raubt die kalte Progression bei jeder Lohn-und Gehaltserhöhung einen Teil des Verdienstes.
Änderungen schon tausendfach versprochen. Ein paar Federstriche und guter Willen hätten genügt. Getan hat sich nichts! Das neuerliche Versprechen für Steuersenkungen ist daher so glaubwürdig, wie das Wissen diese heimliche Steuererhöhung nicht abschaffen zu wollen. Mit dem Soli-Beitrag sieht es nicht anders aus.
Sollen wir dafür unser Kreuz hergeben?

Deswegen müssen Politiker daran gemessen werden, wie sie vergangene Herausforderungen nationaler und internationaler Art angegangen und gelöst haben.

Denn die Wahlversprechungen als künftige Taten sind bei den Alt-Parteien die Plakate nicht wert auf denen sie gedruckt sind.

Widerstehen wir also den Sirenenklängen anbiedernder Füllhörner eines für den Sankt Nimmerleinstag versprochenen Wolkenkuckucksheims. Wir haben es schon zu oft erlebt.

Ausgenommen ist bei dieser Betrachtung jede Partei, die erstmals in ein Parlament einziehen möchte. Aktuell betrifft dies die Alternative für Deutschland. Die Forderung, alle Karten schonungslos auf den Tisch zu legen, den Kassensturz und die unbequemen Wahrheiten nicht zu scheuen, ist stets allen Erfolges Anfang.
Da sich die AfD bereits in 13 Landesparlamenten bewährt hat, verdient sie einen Vertrauensvorschuss. In vier Jahren heißt es dann, die geleistete politische Arbeit im Bundestag zu bewerten.

Auch deshalb sei hier an Matthäus 7, 16 erinnert:

                                      An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.

Denn der Wähler will gestandene und nicht bar jeden Rückgrats sich je nach Windrichtung verbiegende Persönlichkeiten wählen und keine Propheten der Unverbindlichkeit.

Da die übergroße Mehrheit unserer Bevölkerung weder die Zeit noch die Muse hat, sich mit der Vielfalt der Ereignisse des politischen Alltags zu beschäftigen und mehr vertraut als kritisch hinterfragt, sollen hier künftig Denkanstöße in regelmäßiger Unregelmäßigkeit den Platz einnehmen.

Ein Blitzlicht in die Vergangenheit soll beleuchten und vielleicht erleuchten und erinnern, soll die Unwahrheit Lüge nennen, der Irreführung Hintergrund sichtbar machen, die Gefährlichkeit der gespaltenen Zunge anklagen, dem Deutschen Michel helfen den Schlaf aus seinen Augen reiben.

Parteipolitische Neutralität wird der Leser nicht erwarten können, wie der Autor andererseits um Objektivität bemüht sein wird.

Der 24. September 2017 wird ein Tag der Weichenstellung für unser Volk und Europa.

( aw )

Fortsetzung folgt

 

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