Pressemitteilung

Jens Kestner, niedersächsischer Bundestagsabgeordneter, zu den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen den VW-Betriebsratsvorsitzenden Osterloh und weitere Funktionäre wegen Untreue und zu hoher Gehälter.

Überhöhter Osterloh(n) – Mitbestimmung auch bei eigenem Gehalt.

Jens Kestner: „Die interne Solidarität der Arbeitnehmer muss da enden, wo die hemmungslose Gier der roten Funktionäre beginnt
Es gab sie mal, die Gewerkschafter, die sich mit ganzem Herzen und höchstem Engagement für Arbeiter und Angestellte eingesetzt haben. Es gab sie mal, die Ethik und die Moral, die es verbot, sich so gut bezahlen zu lassen, dass die Frage „Wem diene ich eigentlich?“ vom überquellenden Kontostand beantwortet wurde. Und nein, es geht hier nicht um sozialistische Ansätze, es geht um Ehrlichkeit und Moral, wie sie in heutigen Tagen bei einigen „Arbeitnehmervertretern“ höchster Ebene, also auch bei Betriebsratsvorsitzenden, nicht mehr zu finden ist. Die perverse Doppelmoral dabei ist, dass es gerade die SPD-Parteibuchträger sind, die Moral und Ethik längst für goldene Linsengerichte verscherbelt haben. Nach Außen Sozialdemokrat und nach Innen Porsche-Fahrer mit Konten auf den Bahamas. Sozialdemokratie und Gewerkschaft? Nahezu unbemerkt hat sie sich als Bernd Osterloh und Co. so gut bezahlen lassen, dass das einstige Arbeiterrot eine schleichende Metamorphose zum Feingold durchlebt hat.
Jens Kestner hierzu:
„Die interne Solidarität der Arbeitnehmer muss da enden, wo die Gier der Funktionäre beginnt. Wenn es Personen wie einem Bernd Osterloh, dem VW-Betriebsratsvorsitzenden, schwerfällt, über Gehälter, über Boni und weitere Sonderzahlungen zu reden, weil außer ihm selbst, niemand dessen Einkommen noch für normal hält, sind wir im Bereich des Unanständigen. Dass nun gegen Herrn Osterloh und gegen weitere VW-Manager wegen jahrelang zu hoher Bezüge und auch wegen Untreue ermittelt wird, zeigt den Status von Moral und Ethik der Genossen. Wer denn meint, als Betriebsrat mit jährlich 200.000 Euro zuzüglich Boni, angemessen bezahlt zu sein, hat den Bezug zum Arbeiter längst verloren. Und genau dieses Missverhältnis ist symptomatisch für die Sozialdemokratie, die sich nicht ohne Grund im bodenlosen Fall befindet. Seit mehr als zwei Jahren ermittelt die Staatsanwaltschaft in Niedersachsen gegen den VW-Betriebsratsvorsitzenden, was deutlich macht, wie umfangreich und verstrickt die diversen Zahlungen sind, um die es geht.
Jens Kestner Mitglied des Deutschen Bundestages:

Osterloh und seine Gewerkschaftskollegen haben ja immer gerne gegen die AfD gewettert, weil sie von eigenen Problemen ablenken wollten. Nun allerdings holt die Realität die Schein-Sozialdemokraten hoffentlich schonungslos ein.“ konstatiert Kestner.

Berlin, 12.6.19

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