Geschichtslehrer für Nachhilfe gesucht

28. August 2017

Betrachtet man jene Artikel, die seit 2013 in der Goslarschen Zeitung über die AfD erschienen sind, kann man feststellen, dass deren Inhalte einem Fahrzeug im Linksverkehr bei Dreiviertelgas mit angezogener Handbremse gleichen.

Dass dabei verschiedene journalistische Darstellungsformen Anwendung finden, mag ebenfalls der verlagspolitischen Ausrichtung geschuldet sein. Neu sind diese nicht. Sicherlich haben es Journalisten auch nicht gerade leicht, um in keinem politischen Lager mit ihrer Arbeit anzuecken. Dass dabei der Grundsatz „Unabhängig und Überparteilich“ zu sein mehr der Tradition, als dem Inhalt geschuldet ist, versteht ohnehin jeder Leser und beeinflusst diese wohl kaum.

Spätestens seit vergangenen Freitag(25.08) befindet sich die GZ nun wieder im Wahlkampfmodus gegen die Alternative für Deutschland. Wie Journalismus heute geht, zeigt ein Sachverhalt im Vorfeld des Besuches der AfD-Politikerin Beatrix von Storch.

Noch bevor die Pressemitteilung darüber an die Zeitung gegangen war, stieg diese mit einem eigenen Artikel über den bevorstehenden Besuch in den Ring(18.08).
Das hatte einen guten Grund.
Die Veröffentlichung der zu erwartenden AfD-Pressemitteilung wurde somit überflüssig, und man konnte auch noch in eigenen Worten kund tun, was des Journalisten Herz beschwert.

Wie in solchen Fällen üblich, muss gegen diesen Besuch natürlich demonstriert und die Demo öffentlichkeitswirksam angekündigt werden.
Aber nicht nur per profaner Pressemitteilung, der man übrigens nirgendwo sichtbar wurde.

Doch die GZ hatte ohnehin mit ihrem ersten Artikel die Marschrichtungszahl bereits vorgegeben(oder gemeinsam abgestimmt?!).
Schließlich ist man ein über Jahre mit dem „Goslarer Bündnis gegen Rechtsextremismus“ gut eingespieltes Team, das weiß, wie man getrennt marschiert und gemeinsam zuschlägt.

Bei so viel journalistischer Schlitzohrigkeit ist es mir nicht verständlich, warum die Berufsbezeichnung „Journalist“ rechtlich nicht geschützt ist.
Oder vielleicht gerade deswegen?

Also folgte ein zweiter Artikel und wie in solchen Fällen üblich, auch unübersehbar platziert, um dem nicht wortkargen Vertreter des o. g. Bündnisses die Bühne zu bereiten, sich über seine Sicht der Dinge in aller Ausführlichkeit vor der Welt auszuschütten und seine Bildungslücken zu offenbaren.

Dass der Vertreter des Bündnisses bei seinen Verbalorgasmen in die antiquarische Schublade greifen musste, um die Alternative für Deutschland wie immer zu verunglimpfen, ist bei derart viel Unkenntnis über das Wahlprogramm der AfD ja verständlich.
Übel nehmen muss man ihm aber, dass er den Faschismus dadurch bagatellisiert, indem er unangemessene Vergleiche mit diesem einstigen Terrorregime konstruiert.
Geschichtsklitterung nennt man das. Kein gutes Beispiel für die Jugend.

Aber es beruhigt mich auch. Die Linke setzt sich ja neuerdings für mehr Bildung ein. Jetzt weiß ich auch warum.

Fortsetzung folgt, ………wenn auch nicht in dieser Sache.
(aw)

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