Die GZ im Traditionseifer

Die GZ im Traditionseifer

Er sollte namentlich doch noch einmal genannt werden, der Ex-Chefredakteur der Goslarschen Zeitung, Andreas Rietschel.

Schließlich war er es, der eine Tradition begründen mußte, die sein Nachfolger weisungsgemäß fortführt.

Nicht, dass Herr Rietschel autark in seinen Handlungen gewesen wäre, denn auch er hatte wie sein jetziger Nachkomme zu vollstrecken, was an alle der Verlagsgruppe zugehörigen Blätter so durch den Äther gefunkt wird.

Und da zeigt mein Archiv beim Durchblättern eine auffallende Häufung verächtlicher Beiträge, Unsachlichkeiten und Halbwahrheiten über die AfD je näher man Wahlen oder Parteitagen kam, die nur den Zweck der Diskreditierung zum Ziele hatten. Der 21. September war wieder einmal so ein Tag, auf den ich regelrecht gewartet hatte. Doch habe ich den Eindruck, es scheint von Wahl zu Wahl schwieriger zu werden die Dreckkübel zu füllen und über der Alternative für Deutschland auszuschütten – ohne sich selbst zu beschmutzen. Das kann sich aber noch ändern und sei es einen Floh zum Elefanten aufzublasen.

Man weiß ja, was man sich und seinem Arbeitgeber schuldig ist.

Seit man vor mehr als acht Jahren erstmals auf die AfD eingedroschen hat, scheint in Essen die Führungsetage zunehmend nervöser und hilfloser geworden. Widerstand in den eigenen Reihen könnte man auch vermuten, wenn man nicht wüsste, daß der Spruch „Wes Brot ich esse, des Lied ich sing” nie an Aktualität verlieren wird.

So befleißigten sich am vergangenen Dienstag nicht etwa einer der Topverdiener und Granden des Verlages den Knüppel aus dem Sack zu holen. Nein, es war eine zwar nicht ganz unbekannte, Journalistin wird sie genannt, junge Frau namens Theresa Martus.

Was diese nun zu Papier brachte verwunderte mich dahingehend, dass die Verlagsoberen einen derartigen Schwachsinn haben durchgehen lassen. Es setzt nämlich voraus, den Leser für dumm und vergeßlich zu halten.

Sachverhalt:

Die AfD wollte im Januar 2018 im Bundestag feststellen lassen, ob dieser wegen zweifelhafter Mindestanzahl anwesender Abgeordneten auch beschlußfähig sei. Es handelt sich dabei um ein parlamentarisch-demokratisches Verhalten gemäß Geschäftsordnung, wenn der Verdacht als solcher vorliegen könnte.

Und er lag vor, wie die Zählung der Parlamentarier ergab.

Dies verschweigt Frau M. naturgemäß in ihrem Artikel.

Schlimmer noch, sie betrachtet es als „verlorene Zeit“ nur wegen einer Überweisung in einen Ausschuß ein langes Prozedere über die Feststellung der Beschlußfähigkeit durchzuführen.

Man bedenke: Diese Dame möchte, das in der Geschäftsordnung des Bundestages verbriefte und für alle verbindliche Recht wegen einzusparender Zeit lieber gebeugt sehen.

Daß Gauland die permanente Verweigerung AfD-Abgeordnete in die parlamentarischen Gremien zu wählen als kriegerisches Verhalten der Altparteien späterhin in einem anderen Sachverhalt anprangerte, ist jedoch verständlich.

Denn es waren die Abgeordneten des vorangegangenen Bundestages, die in einer ihrer letzten Sitzungen durch Veränderung der Geschäftsordnung verhindern wollten und haben, dass Wilhelm von Gottberg von der AfD als Ältester im Plenum die konstituierende Sitzung des neuen Bundestags leitet.

Zweifelsfrei obliegt derartiges dem Parlament. Doch sei damit auch festgehalten, daß der Fehdehandschuh noch vor dem Einzug der AfD in den Bundestag dieser vor die Füße geworfen wurde.

Auch dies verschweigt die sogenannte Journalistin. Wahrscheinlich gehört es nicht zu den reklamierten Anstandsnormen.

Wer im Glashaus sitzt sollte eben nicht mit Steinen werfen. Alles andere ist heuchlerisch.

Aber es geht noch weiter. Denn weder Björn Höcke darf fehlen noch die behaupteten „ von AfD-Abgeordneten eingeschleusten rechten Medienaktivisten“. Daß diese ordnungsgemäß angemeldet und nicht eingeschleust waren, sei nur der Ordnung halber richtiggestellt. Die weiteren Erfindungen in der GZ sind des Kommentars nicht wert.

Nun, Frau Martus ist eine freie Journalistin und diese Freiheit sei ihr im doppelten Sinne gegönnt, wenn diese in ihrem Sammelsurium an Halbwahrheiten ihre Erfüllung findet.

Daß sich die Funke-Gruppe mit dieser Dame schmücken will, kann man nur aus monetärer Sicht verstehen. Jeder spart eben wo er kann. Ich habe mit der Goslarschen Zeitung angefangen.

Joachim Wedler

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1 Kommentar

  • Als ich den Artikel von der Journalistin Theresa Martus gelesen habe, fragte ich mich, warum ist sie nur bis Januar 2018 zurückgegangen? Sie hätte doch viel, viel weiter in die Vergangenheit zurückgehen können. Frau Martus hätte doch schreiben können, der Adam musste das Paradies verlassen, weil er die AfD gegründet hat. Warum schreibt sie nichts über seine zwei Söhne Kain und Abel? Einer war AfD Mitglied, der Andere ein gewaltbereiter Antifaschist. Das würde doch die Gewalttat erklären. Letztendlich ging es schon damals um “den Kampf gegen rechts”.
    Was jede Gewalttat rechtfertigt. So wie in der Gegenwart auch.
    Peter Schwarzer
    (Kein Gutmensch, eher schon ein Zyniker)

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