Allerlei nebenbei (1)

Liebe Mitbürger!

Am 25. August vor 50 Jahre drückte Willy Brandt öffentlichkeitswirksam auf der Internationalen Funkausstellung das Fernsehen mit einem Knopfdruck in sein buntes Zeitalter.
Fernsehtechnik war deutsche Technologie, die über Parteien hinweg stolz machte.
Wer sich der Mühe unterzieht, die seit Bestehen des Nobelpreises verliehenen Auszeichnungen zu recherchieren, wird jedoch nachdenklich.

Gab es doch mal Zeiten, in denen kaum ein Jahr verging indem ein Deutscher einen Nobelpreis nicht erhielt. Die letzten 10 Jahre verzeichnen wir einen einzigen!

Bildung war einst die Grundlage und Erfolgsgarant allgemeinen Wohlergehens.
In jedem Parteiprogramm wurde die Bildung beschworen, wie diese andererseits heute sichtbar vorsätzlich dem Verfall preisgegeben und zum Freiwild obskurer Wissenschaftler geworden ist.

Es war die SPD, die auf ihrem Parteitag 1956 einen Atomplan vorstellte und die Atomenergie als einen „Segen für Hunderte von Millionen Menschen“ bezeichnete(www.fes.de).
Die Forschung stand zu jener Zeit parteiübergreifend hoch im Kurs. Bildung ihre Grundlage, Experimente mit Schulkindern noch tabu und Sozialpädagogen für gestresste Vorschulkinder noch ein Phantasieprodukt.

Bis sich dann die Ableger der 68`er als GRÜNE wie ein Krebsgeschwür durch die Gesellschaft und aller Parteien fraßen und alles der Verteufelung preisgaben, „was über den Anbau von Biokarotten hinausgeht“, schrieb Michael Miersch 2009 im Cicero.

Wozu also noch Bildung und darauf aufbauend Forschung?

Der neue Deutschlandplan 2009 der SPD hatte schon nur noch Wasserkraft, Wind und Sonne im Fokus.
Stammzellenforschung, Gentechnikforschung und nunmehr auch die Atomkraftforschung sind der Schmuddelecke anheim gefallen. Das Max-Planck-Institut in Potsdam verlor 80 % seiner Gentechnikforscher.

Fortschritt in Deutschland fußt nicht mehr auf Bildung. Er findet nur noch in Diskussionen über Etablierung von Quoten, der Verschleierung der Rechtsbeugung und der Raffinesse immer neuer Volksverdummungsstrategien statt. Und in den Schulen herrscht die Anarchie und der Verfall, der Aufstand der Lehrer nur durch den Beamtenstatus gebremst.
So sieht das aus, was die SPD im Regierungsprogramm 2009 sechs Seiten lang als „Bildung ist Menschenrecht“ bezeichnet(a.a.O.).

Schaut man rückblickend in die Partei-und Wahlprogramme der SPD und anderer der vergangenen Jahre und Jahrzehnte, man möchte meinen, es habe nichts wichtigeres als Bildung gegeben.

Und nun wollen uns SPD und ein in der Schule Gescheiterter, der noch mit Stolz auf seinen Bildungslückenweg verweist, etwas von notwendiger Bildung erzählen? Und das ohne rot zu werden(im Gesicht meine ich). Vorbild für die Jugend sieht anders aus!

Deutschland, das Bildungsland von dem sie sprechen, Herr Schulz, haben ihre Genossen im Gleichschritt mit den Alt-Parteien längst vernichtet. Denn die Grundlage aller Bildung ist eine intakte Familie aus Mann und Frau in der Kinder behütet aufwachsen können!
Denn Bildungspolitik fängt bei Familienpolitik an.

„ Die einzig wahre Bildung scheint die Vermögensbildung zu sein“, hat der Mediziner und Aphoristiker Gerhard Uhlenbruck einmal festgestellt.

In Deutschland muss man diesen Eindruck haben.

Und auch deshalb ist es gut,

dass es die Alternative für Deutschland gibt.

Rudolf Scharping stellte einmal fest: “In diesem Land kann jeder Minister werden“ und sogar Bundeskanzler, muss man leider ergänzen.
Offensichtlich stellt die Politik keine, um nicht zu sagen überhaupt keine Anforderungen an das Bildungsniveau derer, denen Macht gegeben wird. Auch das gilt es zu ändern.

Herr Schulz will Deutschland zum Bildungsland Nummer Eins machen, wie in der Goslarschen Zeitung am 29. 08. 2017 verkündet wurde. Die Voraussetzungen sind für ihn nicht optimal.
Doch der neue Katalog der Volkshochschulen erscheint in den kommenden Tagen.

Der österreichische Schriftsteller und Satiriker, Karl Kraus, hat eine umfassende Bildung als eine gut dotierte Apotheke bezeichnet, in der aber nicht die Sicherheit besteht, dass nicht für Schnupfen Zyankali gereicht wird.
Dieses Gefühl beschleicht mich schon lange.

Vielleicht können wir doch alsbald wieder mit einem Nobelpreis in Physik rechnen.
Immerhin liegt der letzte schon 10 Jahre zurück.

Was hatte doch gleich Frau Dr. Merkel studiert?

Fortsetzung folgt

(aw)

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